Arbeitsalltag und Fütterung im Zoo
Arbeitsalltag im Zoo
Bei der Arbeit im Zoo denkt man natürlich als Erstes an die Versorgung der Tiere. Aber hinter dem Betrieb eines Zoos stehen neben den Beschäftigten in der Tierpflege noch viele weitere Berufsgruppen, die für einen reibungslosen Ablauf im Zoo sorgen.
Im Zoobetrieb arbeiten knapp über 100 Festangestellte, davon sind 40-50 in der Tierpflege beschäftigt. Die weiteren Beschäftigten teilen sich in die Bereiche Verwaltung, zu der auch die Kassenkräfte und das Kontrollpersonal gehören, Direktion, Zoopädagogik, Artenschutz, Öffentlichkeitsarbeit und Reinigung auf. Zudem gibt es zwei Tierärzte, die sich um die Gesundheit der Tiere kümmern. Die Abteilung Bau und Technik ist mit acht Personen, unter anderem Architekten, für die Reparaturen, Instandhaltungen und Neubauten auf dem Gelände des Bereichs Zoo im Zoologischen Stadtgarten verantwortlich.
Was macht man den ganzen Tag?
Das kommt ganz auf den Bereich an, in dem man arbeitet. Der Zoo ist aufgeteilt auf mehrere Reviere, zum Beispiel das Elefantenrevier oder das Vogelrevier. Für jedes davon gibt es eine Handvoll Tierpfleger, die fest dafür zuständig sind. Generell wird morgens geschaut, wie es den Tieren geht, ob alle gesund sind.
Von A wie Ausmisten der Gehege bis Z wie Zebras füttern – ist alles dabei und es wird nie langweilig. Das Füttern macht allerdings nur einen kleinen Bruchteil des Tagesgeschehens eines Tierpflegers aus. Die meiste Zeit muss für die Reinigung der Anlagen, dem Reparieren von kleinen und großen Schwachstellen, der Einrichtung der Gehege, dem Zubereiten und Schneiden des Futters, dem Tiertraining, dem Basteln zur Tierbeschäftigung sowie dem Beschaffen und Lagern von Material und Futtermitteln eingeplant werden. Das sind zum Großteil körperlich sehr anstrengende Tätigkeiten. Auch der Umgang mit kranken Tieren und dem Töten von Tieren zu Futterzwecken gehört zum Alltag eines Tierpflegers und ist nichts für schwache Nerven.
Wer kümmert sich um die großen Parkanlagen?
Der Zoologische Stadtgarten Karlsruhe besteht auf der 21 Hektar umfassenden Gesamtanlage aus vielen Parkanlagen, Themengärten und regelmäßig neu angelegten Beeten. Diese werden von den Gärtnern des Gartenbauamts gepflegt. Auch das Bewässern und Mähen der Rasenflächen fällt in deren Tätigkeitsfelder. Eine Ausnahme bilden die Rasenflächen und Pflanzen in den Tieranlagen. Diese werden von den Tierpflegern gepflegt. Im Exotenhaus sind jedoch aufgrund der Größe und speziellen Ansprüche der exotischen Pflanzen ebenfalls die Gärtner des Gartenbauamtes für die Pflege der Pflanzen zuständig, obwohl es ein Tierhaus ist.

Tierisches Vergnügen – Fütterung im Zoo
Ob „Kulinarisches“ Affentheater im Affengehege oder der räuberischen Jagd von Seelöwen und Erdmännchen nach den
besten Leckerbissen – Die Tiere bei einer Fütterung zu beobachten, macht Riesenspass!
Bitte Beachten: Die Fütterungen können unter Umständen auch einmal Ausfallen. Bitte beachten
Sie daher die Anzeigen am jeweiligen Gehege.
Rote Pandas
09:30
Pinguine
10:30
Stumpfkrokodile
11:00
Seelöwen
11:15
Elefanten
12:00
Erdmännchen
12:15
Exotenhaus
13:45
Pelikane
14:00
Giraffen
14:15
Schimpansen
14:30
Chinaleoparden
15:00
Streichelzoo
15:15
Elefanten
15:30
Seelöwen
16:00

Ganzkörperfütterungen
Die Ernährungsweise der Tiere ist sehr unterschiedlich, von Laubfressern über Fruchtfresser zu Allesfressern und Fleischfressern ist alles vertreten. Für unsere Raubtiere ist es sehr wichtig, immer wieder einmal Ganzkörperfütterungen zu erhalten. Sie benötigen nicht nur das Fleisch, sondern auch Knochen, Haut, Haare und Innereien. Diese enthalten wichtige Inhaltsstoffe, die für eine gesunde Ernährung notwendig sind. Außerdem ist eine solche Fütterung optimale Beschäftigung für die Tiere. Das Fell wird abgeschleckt, das Futtertier immer wieder durch das Gehege getragen, mühsam mit den Zähnen und Pfoten bearbeitet und dann gefressen. Dabei werden auch Ziegen, Hühner, Kaninchen, Gämsen und andere Huftiere aus der eigenen Haltung verfüttert. Diese Tiere hatten bis zu ihrem Tod gute Lebensbedingungen und sind somit den Tieren aus Massentierhaltung vorzuziehen.
Medizinisches Training
Mit vielen Tieren bei uns im Zoo wird regelmäßig medizinisches Training durchgeführt. So können die Flusspferde und Seelöwen auf Kommando ihr Maul öffnen, damit die Zähne kontrolliert werden können. Die Schneeleoparden lernen, ihren Schwanz so zu platzieren, dass die Tierpfleger durch ein Gitter Blut abnehmen können und die Elefanten lassen sich Blut an den Ohren abnehmen. Bis es soweit ist, sind viele Trainingseinheiten nötig und noch mehr positive Verstärkung in Form von Leckereien zur Belohnung. Die Tiere machen gerne bei dem Training mit, es ist eine willkommene Beschäftigung für sie. So können bei den trainierten Tieren im Ernstfall Untersuchungen stressfrei durchgeführt und Narkosen vermieden werden.
