Bananenpflanze in einem Garten, umgeben von Blumen und grünem Gras, mit Bäumen im Hintergrund.

Grün und bunt

Kulturdenkmal Stadtgarten

Nördlich des Hauptbahnhofes zwischen der Karlsruher Süd- und Südweststadt gelegen, verfügt der Zoologische Stadtgarten mit seinen 22 Hektar über die größte Parkanlage der Fächerstadt. Dabei kann der Zoo auf eine bewegte Geschichte zurückblicken: Was im 19. Jahrhundert als Wäldchen mit Ausflugslokalen und Teichen als Tierpark ausgebaut wurde, hat sich in den vergangenen 150 Jahren zu einem modernen Zoo mit zahlreichen gepflegten Garten- und Themenanlagen entwickelt.

Themengärten und Einrichtungen

Der Zoologische Stadtgarten besteht aus dem Stadtgarten mit seinen vielen thematischen Gärten und Bereichen wie Rosengarten und Japangarten, Garten Baden-Baden, Seeufergarten, Duft- und Tastgarten, den Seen, der Seebühne und dem Lauterberg.

Nahaufnahme einer leuchtend rosa Rose in voller Blüte vor weißem Hintergrund.
Nahaufnahme einer leuchtend rosa Rose in voller Blüte vor weißem Hintergrund.
Biene auf einer leuchtend roten Blume vor weißem Hintergrund.
Kinder spielen auf einem Spielplatz mit Holzkonstruktionen und Holzschnitzel-Bodenbelag.
Um sich auszutoben, sind der große Spielplatz zwischen Exotenhaus und Mjam-Saftbar sowie der vorwiegend für kleinere Kinder angelegte Spielplatz beim Rosengarten optimal geeignet. Mit Klettergerüst, Rutsche, Schaukel und vor allem großer Sandfläche bieten die beiden Spielplätze alles, was das Kinderherz begehrt. Für die Erwachsenen stehen dort ausreichend Sitzmöglichkeiten zur Verfügung, um die Kinder beim Rennen entspannt im Blick zu haben.
Kinder klettern in einem Park auf einem hölzernen Klettergerüst, das von Bäumen umgeben ist.
An mehreren über das Gelände verteilten Stationen können die jüngsten Besucher die tierischen Vorbilder zunächst genau beobachten und das Gesehene dann direkt umsetzen. Die Kinder können klettern wie ein Katta, stolzieren wie ein Flamingo oder den Landgang der Eisbären von Scholle zu Scholle nachahmen. Bei den Luchsen entstand ein Pirschpfad, über den sich die Kinder wie Luchse schleichen können. Auch bei den Alpakas und den Elefanten gibt es spannende Stationen um seine eigene Kraft und Geschwindigkeit im Vergleich zu den Tieren zu testen. Neben dem Spaß bei der körperlichen Betätigung wird jeweils etwas Wissenswertes zu den Tieren vermittelt. Um das Ganze zu vervollständigen, gibt es bei den Kassen kleine Begleithefte, in denen die Kinder an jeder Station einen Stempel eintragen können. Die Kinderturn-Welten entstanden als gemeinsame Projekte der Kinderturnstiftung Baden-Württemberg als Initiator und dem Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe.
Japanischer Garten mit einem roten Torii-Tor, umgeben von leuchtenden Blumen und üppigem Grün.
Bereits 1913/14 wird eine Teilfläche im Karlsruher Stadtgarten unter Leitung von Gartendirektor Friedrich Ries als Japanischer Garten angelegt. 1927 erhält Karlsruhe als Geschenk der Stadt Nagoya einen Shintoschrein des Tempelbauers Jusiro Yamada, Steinlöwen des Bildhauers Kasuke Araki und den Bauplan des Torii. 1938 kommt eine 13-stöckige Pagode dazu. Als weitere Spenden mit Originalelementen aus Japan bereichern den Garten eine Steinlaterne (1986), eine Steinbrücke (1980) und zwei weitere Steinlaternen (2000).
Eine Holzbrücke unter rotem Herbstlaub, mit verstreuten Blättern auf dem Boden und einem Teich in der Nähe.
Im Stadtgarten wachsen verschiedenste Baumarten aus aller Welt vom Ginkgo bis zum Mammutbaum. Ein Highlight ist der Spaziergang durch die lange Platanenallee.
Ein lebendiger Garten mit roten, rosa und orangefarbenen Blumen inmitten von grünem Laub vor einer Baumkulisse.
Durch die Umbauten im Zoologischen Stadtgarten im Jahr 2008 musste die Blumenzwiebelwiese an der Gartenhalle verlegt werden. Deshalb wurde eine neue Blumenzwiebelwiese mit Anbindung an die schon bestehende bei der Holzbrücke am Waldstaudengarten angelegt.
Eine leuchtend rosa und weiße Rose in voller Blüte mit grünen Blättern im Hintergrund.
Der Ursprung des Rosengartens in Karlsruhe geht auf das 19. Jahrhundert zurück. Im Jahre 1899 wurde ein Rosarium im Stadtgarten angelegt, finanziert durch eine Stiftung der Karlsruher Bürgerinnen. Nach einer Erweiterung des Stadtgartens in westlicher Richtung wurde es zum 200. Stadtgeburtstag 1915 möglich, ein neues, deutlich größeres Areal als Rosengarten zu gestalten. Damals wurden rund 11.500 Rosen in etwa 70 Sorten gepflanzt. Der neue Rosengarten war mit seiner strengen architektonischen Form mit hölzernen Rankgestellen, Rundbögen, Sitzplätzen und Brunnen eine sehr geschätzte Attraktion für die Parkbesucher. Zur Bundesgartenschau 1967 erhielt der Rosengarten seine heutige Gestalt. Er wurde offener und mit einer Grundstruktur, die dem Fächergrundriss der Stadt nachempfunden war, angelegt. Die Flächen für die Präsentation der inzwischen über 170 Rosensorten, oft in beispielhafter Kombination mit anderen Stauden und blühenden Gehölzen, wurden zu einem großen Wandelgarten zusammengelegt. Ein reiches Angebot an Stühlen und Liegen erlaubt den Rosenfreunden Ruhepausen inmitten des blühenden Umfeldes. Das Gartenbauamt bietet jeden Juni an einem Sonntagmorgen ab 10.30 Uhr eine Rosenführung an. Die Teilnehmer erfahren Wissenswertes über die „Königin der Blumen“, über ihre gärtnerischen Ansprüche, über die Verwendungsmöglichkeiten der verschiedenen Zuchtformen und über die richtige Pflege.
Leuchtend orangefarbene Blume im Fokus, umgeben von grünen Blättern und weißen Blumen in einem sonnigen Garten.
Dieser Gartenbereich besteht aus drei Terrassen, die durch Betonelemente abgesetzt sind. Die Terrassen werden jeweils von bunt bepflanzten Blumenbeeten gesäumt. Ein Wasserspiel fließt langsam die Ebenen herab.
Rosa Astilbe-Blüten mit gelben Blüten vor einem verschwommenen grünen Gartenhintergrund.
Auch der Waldstaudengarten entstand im Zuge der Bundesgartenschau in Karlsruhe 1967. Sein waldartiger Charakter mit einer Unterpflanzung aus Frühblühern, Schattenstauden und Farnen gibt ihm seinen Namen. Im Sommer kann man viele Arten von Astilben bewundern. Wege aus unterschiedlichen Materialien führen zu Sitzplätzen um niedrige Steintische. Außerdem haben hier verschiedene Skulpturen ihren Platz gefunden.
Gelbe Blumen in einem Garten mit üppigem grünem Gras und geschnittenen Hecken.
Der Heckengarten, auch Friedrich-Wolff-Anlage genannt, entstand 1920 im Westen des heutigen Stadtgartengeländes südlich der Tiergartenbrücke. Er wurde durch eine Stiftung des Geheimen Kommerzienrats Friedrich Wolff (Inhaber einer Parfümfabrik) finanziert.
Nahaufnahme von weißen Blumen mit roten Blüten im Hintergrund, in einem verschwommenen, farbenfrohen Garten.
Der Duft- und Tastgarten für Blinde entstand auf besonderen Wunsch des Gemeinderates und wurde 1994 eröffnet. Hier finden sich zahlreiche Pflanzen mit außergewöhnlichem Geruch oder besonderer Haptik. Außerdem lassen sich diverse Nutz- und Heilpflanzen entdecken.
Tropischer Innengarten mit üppigen grünen Pflanzen, Bäumen und einer zentralen Treppe unter einem Glasdach.

Das Exotenhaus überzeugt nicht nur mit einer einzigartigen Tiervielfalt, sondern besticht auch durch seine regenwaldähnliche Bepflanzung. Mehrere Gärtner sorgen täglich für eine Pracht aus Bromelien, Bananen und weiteren exotischen Gewächsen. Weitere Infos zum Exotenhaus

Pelikane schwimmen auf einem Teich in der Nähe eines Stegs mit Menschen und Sitzgelegenheiten im Freien, umgeben von üppigen grünen Bäumen.
In der warmen Jahreszeit lockt die Seebühne alljähr­lich mit einem reich­hal­ti­gen und abwechs­lungs­rei­chen Programm. Von Anfang Mai bis Ende September finden Konzerte, bunte Nachmit­tage, Märchen­stun­den und vieles mehr statt. Für die verschie­de­nen Veran­stal­tun­gen steht hier eine 110 Quadrat­me­ter große überdachte Bühne mit 1.720 Sitzplät­zen zur Verfügung.
Menschen in einem kleinen Boot auf einem Teich, mit blühenden Pflanzen im Vordergrund und Bäumen im Hintergrund.
Die Gondolettas begeistern seit der Bundesgartenschau in Karslruhe im Jahr 1967 Jung und Alt mit einer einzigartigen Atmosphäre auf dem Stadtgartensee. Bei einer ganzen Fahrt, die etwa 45 Minuten dauert, oder einer halben Fahrt von etwa 20 Minuten, lässt es sich herrlich abschalten. Vom Wasser aus kann man zahlreiche Enten und Gänse entdecken. Außerdem führt der Weg an der Altersresidenz für Asiatische Elefanten vorbei. Kinder werden vor allem von den großen Karpfen fasziniert, die die Boote eng begleiten. Die Fahrt ist nicht im Eintrittspreis inklusive.