Tierspuren entdecken
Jedes Tier hinterlässt eine ganz individuelle Spur beim Laufen. Anhand dieser lassen sich viele Merkmale des Tieres erkennen. Auch im Zoo Karlsruhe können zahlreiche Tierspuren entdeckt werden. An den Eingangstüren der verschiedenen Tierhäuser sind zum Beispiel die Fußstapfen verschiedener Tierarten zu entdecken. Welche Arten sich dahinter verbergen, können unsere Zoogäste hier herausfinden!
Dieser imposante Fußabdruck gehört zu den Asiatischen Elefanten. Mit bis zu fünf Tonnen bringen sie ein beachtliches Gewicht auf die Waage. Die Füße müssen also sehr viel aushalten. Dabei sind sie sogar Zehengänger, das heißt sie laufen im Prinzip nur auf den Zehen. Dabei hilft ihnen ein dickes, federndes, aus Binde- und Fettgewebe bestehendes Sohlenpolster in jedem Fuß. Es verteilt ihr Gewicht gleichmäßig und sorgt für eine gute Balance.
Diese Spur gehört zu einem klassischen Vertreter der Raubkatzen, dem Chinaleoparden. Wie für Raubkatzen typisch, können sie ihre Krallen einziehen, sodass diese keine Abdrücke auf dem Boden hinterlassen. Dadurch lassen sich Hundeartige von den Vertretern der Katzen anhand der Spuren gut unterscheiden. Ausnahme bilden lediglich die Geparde sowie Fischkatzen.
Bei diesem Tier unterscheiden sich die Abdrücke von Vorder- und Hinterpfote deutlich. Der Eisbär ist wie alle Bären ein klassischer Sohlengänger. Zudem ist das Meer ihr Element. Die Vordertatzen sind breit und paddelförmig ausgebildet. Dank der zusätzlichen Schwimmhäute können sie damit gut schwimmen. Die Hintertatzen dienen beim Schwimmen als Steuerruder. Durch eine dichte Behaarung unter den Sohlen wird ein Ausrutschen auf dem Eis vermieden. Zudem werden die Pfoten vor der Kälte geschützt.
Dieser prägnante Abdruck mit drei Zehen gehört zu einem Vertreter der Laufvögel. Der australische Emu kann zwar nicht fliegen, aber dafür sehr schnell laufen. Er erreicht Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 50 Kilometer pro Stunde. Außerdem kann er seine kräftigen Beine mit den langen Krallen optimal zur Verteidigung einsetzen.
Diese prägnante Spur gehört zu den Erdmännchen. Die kleinen Raubtiere besitzen an den Vorder- und Hinterpfoten jeweils vier Zehen. Vor allem die Krallen an den Vorderpfoten sind sehr kräftig. Damit können die Tiere gut graben und sich so ihre unterirdischen Höhlen anlegen.
Diese ungewöhnliche Spur stammt von einem Flusspferd, dem schwersten Paarhufer der Welt. Sein Körper ist gut an ein Leben im Wasser angepasst, denn tagsüber verbringen Flusspferde die Zeit gerne im kühlen Nass. Sie laufen allerdings unter Wasser anstatt zu schwimmen. Mit den breiten Füßen, die ein Einsinken verhindern, ist das gut möglich. Aber auch an Land können sich Flusspferde gut fortbewegen. Sie wandern in der Dämmerung und nachts auf ihren ausgedehnten Weidegängen mehrere Kilometer weit. Auf der Flucht können sie sogar Geschwindigkeiten von über 40 Kilometer pro Stunde erreichen.
Dieser Abdruck stammt von Giraffen. Sie gehören zu den Huftieren. Die paarigen Hufe bestehen wie menschliche Fingernägel aus Horn. Giraffenkühe nutzen ihre Hufe als Waffen, um ihre Jungen zu verteidigen und können mit kräftigen Tritten sogar einen Löwen töten.
Diese Abdrücke werden von Pinguinen hinterlassen. Ihre Füße sind recht groß und kräftig gebaut. Die Krallen sind verhältnismäßig lang, damit sie auf unwegsamem, steinigem Gelände einen sicheren Halt haben. Durch die kurzen Beine, die eine Anpassung an das Schwimmen im Wasser sind, können sie an Land jedoch nur watscheln. Beim Schwimmen und Tauchen werden die Füße als Steuer eingesetzt.
Die Spur dieses Tieres sieht der einer Hauskatze sehr ähnlich. Luchse hinterlassen Pfotenabdrücke ohne sichtbare Krallen. Dies liegt daran, dass sie ihre Krallen, wie bei Katzen typisch, einziehen können. Nur beim Laufen in sehr steilem Gelände oder beim Zerlegen von Beute werden sie ausgefahren.
Bei Menschenaffen wie den Schimpansen sind nicht nur die Hände sondern auch die Füße als Greiffüße ausgebildet. Der große Zeh ist den anderen Zehen gegenübergestellt, sodass damit Gegenstände gut gegriffen werden können. Dies hilft beim Klettern aber auch beim Gebrauch von Werkzeugen.