Rekordjahr: 1.125.466 Besuche / Eisbär MiKa begeistert Gäste und stärkt den Artenschutz

Der Zoologische Stadtgarten Karlsruhe kann für 2025 einen neuen Besucherrekord vermelden: Mit 1.125.466 Gästen hat die Einrichtung im vergangenen Jahr so viele Menschen wie noch nie zuvor begrüßen dürfen. Damit wurde der bisherige Rekord aus 2024 erneut übertroffen. Einen maßgeblichen Anteil an diesem Erfolg hatte das im November 2024 geborene Eisbärjungtier MiKa, das sich in kürzester Zeit zu einem echten Publikumsliebling und Besuchermagneten entwickelt hat.

„Es ist für uns sensationell, wie das vergangene Jahr verlaufen ist“, freut sich Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt. „MiKa begeistert nicht nur die Menschen in Karlsruhe. Viele Gäste kamen aus ganz Deutschland, einige sogar aus ganz Europa, um den jungen Eisbären zu sehen. Das ist schön für uns als Zoo, wertet aber auch den touristischen Standort Karlsruhe auf. Gleichzeitig haben wir es mit MiKa geschafft, den Schutz bedrohter Arten und ihrer Lebensräume in den Mittelpunkt zu stellen.“

Zudem konnte eine große Summe für Polar Bears International (PBI) bereitgestellt werden. Die Kernziele der Organisation sind die Erforschung sowie der Schutz der Eisbären. Der Zoo hat über seine Artenschutzstiftung 50.000 Euro an PBI überwiesen. Neben den Einnahmen aus dem Artenschutz-Euro gab es zahlreiche Groß- und Kleinspenden, mit denen die Summe gestemmt werden konnte. Damit gehört der Zoo Karlsruhe mit seiner Artenschutzstiftung zu den größten Förderern der Organisation.

Dem jetzigen Rekordergebnis kommt dabei vor allem vor dem Hintergrund der aktuell schwierigen Haushaltslage der Stadt Karlsruhe eine besondere Bedeutung zu: Angesichts knapper kommunaler Haushaltsmittel und steigender Ausgaben sind die hohen Besucherzahlen ein wichtiger Baustein, um die in den vergangenen Jahren gestiegenen Betriebs- und Energiekosten zumindest teilweise zu kompensieren.

Mit konstant hohen Besucherzahlen von mehr als einer Million Gästen zählt der Zoologische Stadtgarten Karlsruhe zu den wichtigsten Freizeiteinrichtungen in Baden-Württemberg. Im Zoo leben mehr als 6.500 Tiere verteilt auf rund 340 Arten. Der große Zuspruch der Gäste zeigt, dass diese hinter „ihrem“ Zoo und seinen Mitarbeitenden stehen und die Entwicklung hin zum modernen Artenschutzzentrum wahrnehmen und anerkennen.

„Die Zukunft wird nicht einfach für uns. Mit den im Dezember vom Gemeinderat beschlossenen Einsparungen müssen wir nicht nur den Gürtel enger schnallen, sondern bekommen auch in den kommenden Jahren keine Gelder der Stadt für Investitionen in Modernisierung oder Neubau von Anlagen. Aktuell können wir zwar einige Neuerungen wie die Katta-Insel vorantreiben, das geht jedoch nur durch unseren Förderverein, die Zoofreunde Karlsruhe. An anderen Stellen können wir auf noch zur Verfügung stehende Gelder aus Erbschaften zurückgreifen. Investitionen durch das Land erhalten wir – im Gegensatz zu anderen Einrichtungen – leider nicht. Das ist besonders schade, da wir auch ungemein auf die Attraktivität unseres Bundeslands als Freizeiteinrichtung einzahlen“, sagt Reinschmidt.