Dr. Juliane Diller hat sich im Zoo Karlsruhe bei Dr. Matthias Reinschmidt vor allem über die zahlreichen Artenschutzprojekte informiert. Die 71-Jährige ist selbst Biologin und leitet die Panguana Stiftung (ACP Panguana). Diese unterhält eine biologische Forschungsstation mit angegliedertem privatem Naturschutzgebiet in Peru. Das Projektgelände umfasst ca. 2.400 Hektar, ist fast vollständig von unberührtem Primärregenwald bedeckt und befindet sich rund 140 Kilometer vom Ostabhang der Anden entfernt im oberen Amazonasbecken am Río Yuyapichis.
Bei einem großen Vortrag („Gefährdetes Paradies Panguana“) im Naturkundemuseum Karlsruhe hatte sie zuvor über die Arbeit in Peru berichtet. Derzeit gibt es dort massive Probleme durch illegale Goldschürfer, die im Umfeld des Naturschutzgebiets in großem Stil Regenwald abholzen und Böden sowie Wasserläufe vergiften. Wer die bemerkenswerte Arbeit vor Ort unterstützen will, findet Spendenmöglichkeiten auf panguana.de.
Die Biologin wurde einer breiten Öffentlichkeit durch ein tragisches Ereignis bekannt. Als 17-Jährige überlebte sie 1971 als Einzige im freien Fall aus etwa 3.000 Metern Höhe einen Flugzeugabsturz im peruanischen Regenwald mit 91 Todesopfern. Im Amazonas-Regenwald forschten ihre Eltern, ebenfalls Biologen, damals zur Artenvielfalt. Ihre Mutter starb bei dem Flugzeugunglück. Die Forschungsstation ihrer Eltern bildete die Grundlage für das heutige Naturschutzgebiet.




