Unsere Netzgiraffen gehören zu den beeindruckendsten Bewohnern des Zoos – nicht nur wegen ihrer Größe, sondern auch wegen der besonderen Herausforderungen, die ihre medizinische Betreuung mit sich bringt. Eine davon: die Blutentnahme. Unsere Netzgiraffen lassen sich bislang kein Blut direkt mit der Spritze abnehmen.
Um dennoch regelmäßig wichtige Gesundheitsdaten zu gewinnen, greifen die Zootierärzte Dr. Marco Roller und Lukas Reese zu einer ebenso ungewöhnlichen wie effektiven Methode: Raubwanzen. Während des Fütterns aus der Hand setzt der Tierpfleger die Insekten vorsichtig auf die Giraffen. Dort saugen sie sich mit Blut voll und lassen sich nach etwa zehn bis 15 Minuten von selbst wieder abfallen. Anschließend kann das Blut mithilfe einer Spritze aus der Raubwanze entnommen und im eigenen Labor untersucht werden.
So lassen sich die Gesundheitswerte unserer Netzgiraffen regelmäßig und stressfrei kontrollieren – ganz ohne Narkose oder Zwang. Ein gutes Beispiel dafür, wie moderne Zootiermedizin, Tiertraining und ein wenig Kreativität zusammenwirken, um das Wohl der Tiere bestmöglich zu sichern.
Wer die Geschichte im Film sehen will, kann heute Abend ab 18.15 Uhr im SWR Fernsehen die Landesschau Baden-Württemberg anschauen. In dem Beitrag geht es zudem um unsere Eisbären MiKa und Nuka sowie die Tamanduas.




