Tierhaltung kann unmittelbar zum Schutz wertvoller Lebensräume beitragen. Davon überzeugte sich Umweltministerin Thekla Walker heute Nachmittag bei ihrer Sommertour im Nationalpark Schwarzwald. Im Mittelpunkt des Termins stand die Beweidung der Grinden, der traditionellen offenen Bergweiden auf den Höhen des Schwarzwalds.

Auf unterschiedlichen Grindeflächen leben mittlerweile zwei Konik-Herden mit 13 beziehungsweise neun Tieren. Eine der Gruppen wird gemeinsam mit Heckrindern gehalten. Durch ihr Fressverhalten verhindern die Tiere, dass die Flächen zunehmend von Sträuchern und Bäumen überwachsen werden. So entsteht ein vielfältiges Vegetationsmosaik, das zahlreichen seltenen und gefährdeten Arten geeignete Lebensräume bietet.

Der Zoo Karlsruhe ist Kooperationspartner des Nationalparks, unter anderem bei der Haltung der Koniks. Das gemeinsame Projekt zeigt, wie durch gezielte Tierhaltung effektiver Natur- und Artenschutz direkt vor Ort umgesetzt werden kann.