Netzgiraffen verlieren in der Natur immer mehr Lebensraum. Heute kommen sie vor allem im Norden und Nordosten Kenias vor. Kleine, isolierte Bestände gibt es vermutlich noch im Süden Äthiopiens und Somalias.
Die Weltnaturschutzunion IUCN ging in ihrer 2018 veröffentlichten Bewertung von weniger als 16.000 Netzgiraffen in der Natur aus. Innerhalb von drei Jahrzehnten war ihr Bestand demnach um rund 56 Prozent zurückgegangen. Neuere Zahlen geben vorsichtig Anlass zur Hoffnung: Der Bericht „State of Giraffe 2025“ schätzt den Bestand auf rund 20.900 Tiere. Damit hat er sich in den vergangenen Jahren positiv entwickelt, liegt jedoch weiterhin etwa 42 Prozent unter dem Schätzwert von 1995.
Die Gefährdung bleibt somit bestehen. Savannen werden in landwirtschaftliche Flächen und Siedlungsgebiete umgewandelt, Straßen und Zäune zerschneiden die verbliebenen Gebiete. Dadurch werden Populationen voneinander getrennt und wichtige Wanderwege gehen verloren. Die Weltnaturschutzunion führt die Netzgiraffe auf der IUCN Red List of Threatened Species als „stark gefährdet“.
Der Zoo Karlsruhe beteiligt sich am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm der EAZA – the European Association of Zoos and Aquaria. Dessen Ziel ist es, langfristig eine genetisch vielfältige und stabile Population in menschlicher Obhut zu erhalten. Dabei geht es nicht immer unmittelbar um Auswilderungen. Erhaltungszuchtprogramme müssen über viele Jahrzehnte gedacht werden und bewahren Möglichkeiten für die Zukunft.
Gleichzeitig ist der Schutz der Lebensräume in Afrika unverzichtbar. Das Masai-Mara- und Siana-Projekt ist das Partnerprojekt unserer Afrikasavannen-Anlage. Gemeinsam mit dem WWF unterstützt die Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe in Kenia die Einrichtung von Gemeindeschutzgebieten.
Durch die Pacht von Flächen werden Wanderwege großer Tierherden gesichert. Aufforstungen tragen außerdem dazu bei, wichtige Lebensräume zu erhalten und wieder miteinander zu verbinden. Davon profitieren zahlreiche Tierarten, während die lokale Bevölkerung ein Einkommen erhält.
Spenden für das Projekt sind mit dem Verwendungszweck „Masai Mara“ oder für die Stiftung allgemein auf das Konto der Artenschutzstiftung bei der Volksbank pur möglich: IBAN DE07 6619 0000 0000 2121 21, BIC GENODE61KA1.




