Im Backstagebereich des Exotenhauses wächst ein weiteres junges Kugelgürteltier heran. Es kam am 22. August mit einem Gewicht von 94 Gramm zur Welt. Mittlerweile wiegt es 376 Gramm und hat sein Geburtsgewicht damit bereits vervierfacht. Nach dem ersten Jungtier ist dies innerhalb kurzer Zeit der zweite Zuchterfolg bei dieser besonderen Säugetierart.
Gürteltiere gehören gemeinsam mit Faultieren und Ameisenbären zu den Nebengelenktieren. Ihren Namen verdankt diese Gruppe zusätzlichen Gelenkverbindungen an der Wirbelsäule. Molekularbiologische Untersuchungen deuten darauf hin, dass sich ihre Entwicklungslinie bereits vor 90 bis 100 Millionen Jahren von anderen Höheren Säugetieren trennte. Damals war Kreidezeit: Auf der Erde lebten Dinosaurier wie der räuberische Spinosaurus und der riesige Pflanzenfresser Argentinosaurus. Auch frühe Vertreter heute noch bekannter Tiergruppen wie Krokodile, Schildkröten, Schlangen und Vögel waren bereits verbreitet.
Das Südliche Kugelgürteltier wird auf der IUCN Red List of Threatened Species als „potenziell gefährdet“ eingestuft. Vor allem Lebensraumverlust und die Jagd auf die Tiere haben wahrscheinlich zu einem deutlichen Rückgang der Bestände geführt. Erfolgreiche Nachzuchten in Zoologischen Gärten sind deshalb von besonderer Bedeutung. Für Zoogäste ist das Jungtier derzeit noch nicht zu sehen. Weitere Kugelgürteltiere können jedoch im Exotenhaus beobachtet werden.




