Große Augen, lange Beine und eine zoologische Rarität

Ein Pärchen Senegaltriele ist in die Voliere am Giraffenhaus eingezogen. Die beiden Vögel leben dort gemeinsam mit Graupapageien, Kronenkiebitzen und Guineatauben. In der gesamten Europäischen Union werden Senegaltriele derzeit nur in zwei weiteren zoologischen Einrichtungen gehalten.

In ihrer Heimat besiedeln Senegaltriele die Savannen und Feuchtgebiete der Sahel- und Nilregion Afrikas. Die auffallend großen Augen sind eine Anpassung an ihre überwiegend nächtliche Lebensweise. Mit ihrem kräftigen Schnabel suchen sie nach Insekten, Würmern, Schnecken und anderen kleinen Tieren.

Tagsüber verlassen sie sich dagegen auf eine andere Stärke: Durch ihre sandbraune Färbung sind die Vögel am Boden hervorragend getarnt und dadurch oft erst auf den zweiten Blick zu entdecken.

Wer die neuen Bewohner beobachten möchte, sollte sich also etwas Zeit nehmen. Trotz ihrer großen Augen und langen Beine können Senegaltriele erstaunlich gut mit ihrer Umgebung „verschmelzen“. Oft fallen sie erst auf, wenn sie sich bewegen oder ihre typische aufrechte Haltung einnehmen.