Eine rund 200 Kilogramm schwere Eisbombe hat Nuka und MiKa ausgiebig beschäftigt. In dem großen Eisblock waren Obst, Gemüse, Fleisch und Fisch eingefroren. Um an das Futter zu gelangen, mussten unsere beiden Eisbären ihre kräftigen Tatzen, Krallen und Zähne einsetzen und dabei einiges an Ausdauer beweisen.

Eisbären sind Lauerjäger. In der Natur warten sie oft lange an den Atemlöchern von Robben, ohne dass jede Jagd erfolgreich ist. Deshalb ist es wichtig, dass sie auch im Zoo nicht immer unmittelbar an ihr Futter gelangen. Solche Aufgaben fördern natürliche Verhaltensweisen und beschäftigen die Tiere körperlich und geistig. Eisbomben gibt es bei uns in unregelmäßigen Abständen, Exemplare dieser Größe sind jedoch eine Seltenheit.

Dabei sind Eisbomben keineswegs nur eine Abkühlung für warme Tage, sondern werden auch im Winter angeboten. Mit sommerlichen Temperaturen kommen Eisbären gut zurecht. Ihr dichtes Fell und die darunterliegende Fettschicht schützen nicht nur vor Kälte, sondern isolieren den Körper auch gegen Wärme. Zudem können Nuka und MiKa jederzeit zwischen Sonne, Schatten, Wasser und den rund zehn Grad kühleren Innenbereichen wählen und so ihre Körpertemperatur selbst regulieren.