Ein Fächerpapagei in der Fächerstadt Karlsruhe ist eine besonders schöne Kombination. Karlsruhe ist für ihre fächerförmig angeordneten Straßen bekannt, und auch unser neuer Bewohner trägt einen Fächer bei sich: Seine auffällige Federhaube kann er aufstellen und so einen eindrucksvollen Kragen in Rot und Blau zeigen.

Bei uns lebt derzeit ein Männchen. Es kam im Zuge einer Beschlagnahmung nach Karlsruhe. Wir bemühen uns, ein Weibchen für ihn zu finden. Das ist allerdings schwierig, denn Fächerpapageien sind in zoologischen Einrichtungen Europas eine echte Rarität. Neben Karlsruhe gibt es nur nur fünf weitere Haltungen.

In der Natur leben Fächerpapageien paarweise oder in kleinen Gruppen in den Tieflandregenwäldern und an Waldrändern im nördlichen Südamerika. Ihr Verbreitungsgebiet reicht von Kolumbien und Venezuela über Guyana bis nach Brasilien, Ecuador und Peru. Auf ihrem Speiseplan stehen Früchte, Nüsse, Samen, Blüten und Blätter.

Die namensgebenden Federn stellen die Vögel bei Erregung auf, etwa während der Balz oder bei Auseinandersetzungen um ihr Revier. So wirken sie größer und besonders eindrucksvoll. Ihre Nester legen Fächerpapageien in Baumhöhlen an. Beide Eltern kümmern sich gemeinsam um den Nachwuchs.

Der Fächerpapagei ist in einer Voliere am Affenhaus zu sehen. Mit etwas Glück lässt sich dort auch seine eindrucksvolle Federhaube beobachten.