Die auffällige Federkrone macht den Grauhals-Kronenkranich unverwechselbar. Sie besteht aus steifen, goldgelben Federn, die strahlenförmig vom Hinterkopf abstehen. Seinen deutschen Namen verdankt der Vogel hingegen dem überwiegend hellgrauen Gefieder an Hals und Körper. Der rote Kehllappen und die weißen Wangen bilden dazu einen markanten Kontrast.
Grauhals-Kronenkraniche leben in Feuchtgebieten, Graslandschaften und landwirtschaftlich genutzten Gebieten im östlichen und südlichen Afrika. Bei der Nahrungssuche stampfen sie mit den Füßen auf den Boden und scheuchen dadurch Insekten und andere Kleintiere auf. Daneben ernähren sie sich unter anderem von Samen und weiteren Pflanzenteilen.
Eine Besonderheit unterscheidet Kronenkraniche von allen anderen Kranichen: Mit ihrer langen Hinterzehe können sie Äste umgreifen und in Bäumen sitzen. Dort verbringen sie häufig auch die Nacht. Am Boden fallen sie zudem durch ihre eindrucksvollen Tänze mit Sprüngen, Flügelschlägen und Verbeugungen auf. Dieses Verhalten dient nicht nur der Paarbildung, sondern ist auch außerhalb der Balz zu beobachten.
Die Weltnaturschutzunion führt den Grauhals-Kronenkranich auf der IUCN Red List of Threatened Species als „stark gefährdet“. Vor allem der Verlust von Feuchtgebieten, der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln sowie der illegale Fang setzen den Beständen zu. Als „Zootier des Jahres 2026“ steht der Kronenkranich deshalb weiterhin im Mittelpunkt einer gemeinsamen Artenschutzkampagne. Der Zoo Karlsruhe unterstützt die damit verbundenen Schutzprojekte in Afrika mit 5.000 Euro.




