Der lange Hals lässt es kaum vermuten, doch Giraffen besitzen nur sieben Halswirbel. Das sind genauso viele wie beim Menschen und den meisten anderen Säugetieren. Die einzelnen Wirbel sind bei ihnen jedoch stark verlängert und bilden den charakteristischen Hals.

Weibliche Giraffen können bis zu 4,5 Meter hoch werden und mehr als 800 Kilogramm wiegen. Bullen erreichen sogar eine Höhe von bis zu sechs Metern. Ihre Körpergröße verschafft den Tieren einen entscheidenden Vorteil gegenüber anderen Pflanzenfressern: Sie gelangen auch an besonders hoch gelegene Zweige und Blätter.

Unsere Netzgiraffen gehören zu den markantesten Unterarten der Giraffe. In der Natur sind ihre Bestände in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zurückgegangen. Lebensraumverlust, zunehmende Trockenheit und Wilderei setzen den Tieren stark zu. Die Weltnaturschutzunion führt die Netzgiraffe auf der IUCN Red List of Threatened Species als „gefährdet“. Zoologische Einrichtungen beteiligen sich deshalb im Rahmen koordinierter Erhaltungszuchtprogramme der EAZA – the European Association of Zoos and Aquaria am langfristigen Erhalt einer stabilen Reservepopulation.