Das markante rote Gesicht macht den Saruskranich unverwechselbar. Mit bis zu 1,80 Metern Höhe gilt er als größte Kranichart der Welt. In seiner Heimat in Südasien und Australien sind die Tiere auf Feuchtgebiete angewiesen. Die Entwässerung dieser Lebensräume sowie der Einsatz von Pestiziden setzen den Beständen jedoch zunehmend zu. Die Weltnaturschutzunion führt die Art deshalb auf der IUCN Red List of Threatened Species als „gefährdet“.

Für den Zoo Karlsruhe hat der Saruskranich eine besondere Bedeutung: Seit 2025 wird das Europäische Erhaltungszuchtprogramm der EAZA – the European Association of Zoos and Aquaria für die Art von Karlsruhe aus koordiniert. Zootierarzt und Kurator Dr. Lukas Reese führt dabei das internationale Zuchtbuch und gibt Empfehlungen zur Verpaarung der Tiere, um eine genetisch vielfältige und langfristig stabile Reservepopulation in zoologischen Einrichtungen zu erhalten.

Solche Erhaltungszuchtprogramme sind ein wichtiger Baustein des modernen Artenschutzes. Sie schaffen eine Art „Lebensversicherung“ für bedrohte Tierarten und können im Sinne des One Plan Approach der IUCN mit Schutzmaßnahmen im natürlichen Lebensraum verknüpft werden.