Bei unseren Persischen Kropfgazellen leben aktuell vier Jungtiere aus diesem Jahr, drei Weibchen und ein Bock. Sie wurden von den jeweiligen Muttertieren selbst großgezogen. Damit setzt sich die erfolgreiche Zucht dieser in europäischen Zoos selten gehaltenen Unterart in Karlsruhe fort.
Die Persische Kropfgazelle ist die Nominatform der Kropfgazelle, also die Unterart, auf der die wissenschaftliche Beschreibung der Art beruht. Neben Karlsruhe wird sie nur in sechs weiteren Einrichtungen in der Europäischen Union gehalten. Das Europäische Erhaltungszuchtprogramm der EAZA – the European Association of Zoos and Aquaria wird vom Zoo Karlsruhe geleitet. Kuratorin Claudia Vollhardt koordiniert die Haltung und Zucht, um eine genetisch vielfältige Population in menschlicher Obhut zu erhalten.
Die Karlsruher Population lebt an zwei Standorten: Die Weibchen, ein Bock und die Jungtiere sind im Zoologischen Stadtgarten unweit des Eingangs Süd zu sehen. Eine Bockgruppe mit männlichen Tieren unterschiedlichen Alters lebt im Tierpark Oberwald, der Dependance des Zoos mitten im Wald.
Die Weltnaturschutzunion führt die Kropfgazelle auf der IUCN Red List of Threatened Species als „gefährdet“. Vor allem intensive Bejagung sowie die Zerstörung und Zerschneidung ihrer Lebensräume haben die Bestände deutlich zurückgehen lassen. Im georgisch-aserbaidschanischen Grenzgebiet unterstützt der WWF die Wiederansiedlung Persischer Kropfgazellen in Teilen ihres ursprünglichen Verbreitungsgebiets. Die Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe beteiligt sich an diesem Schutzprojekt vor Ort und hat unter anderem GPS-Sendehalsbänder für die wissenschaftliche Begleitung finanziert.




