Manche Tiere halten sich eher versteckt auf und lassen sich nur mit viel Geduld und etwas Glück entdecken. Dies ist bei unseren Langschnauzen-Kaninchenkängurus der Fall. In der dicht bepflanzten Naturvoliere auf der Australienanlage finden sie zahlreiche Rückzugsmöglichkeiten.
Langschnauzen-Kaninchenkängurus gehören zu den Rattenkängurus und stammen aus dem Südosten Australiens sowie aus Tasmanien. Mit einem Gewicht von meist deutlich unter zwei Kilogramm zählen sie zu den kleinsten Säugetieren im Zoo Karlsruhe. Anders als größere Känguruarten bewegen sie sich nicht nur hüpfend fort, sondern laufen auch auf allen Vieren.
Die kleinen Beuteltiere ernähren sich bevorzugt von Pilzen. Bei der Nahrungssuche graben und lockern sie den Boden auf. Dadurch kann dieser mehr Feuchtigkeit aufnehmen und das Wachstum neuer Pflanzen wird gefördert. In ihrer ursprünglichen Heimat gelten Langschnauzen-Kaninchenkängurus deshalb als eine Art tierische Feuerwehr. Auf dem Speiseplan stehen aber auch kleine Wirbellose und pflanzliche Kost wie Knollen, Wurzeln und Samen.
Die Bestände sind rückläufig. Die Weltnaturschutzunion führt die Art auf der IUCN Red List of Threatened Species als „potenziell gefährdet“. In Deutschland sind Langschnauzen-Kaninchenkängurus eine zoologische Rarität: Neben dem Zoo Karlsruhe halten lediglich vier weitere Einrichtungen diese australische Art.




