Artenschutztag: Interessante Infos und viele Mitmachangebote

40 Institutionen und Vereine beteiligen sich am 13. September im Zoo

Im Zoo Karlsruhe steht am Sonntag, 13. September, der ganze Tag im Zeichen des Artenschutzes. Über das gesamte Gelände verteilt präsentieren 40 Institutionen und Vereine interessante Informationen und Mitmachangebote. Der Artenschutztag wird bereits zum zehnten Mal ausgerichtet.

„Artenschutz ist die Grundlage unserer Arbeit. Am Artenschutztag machen wir sichtbar, wie breit dieses Engagement aufgestellt ist – vom Schutz heimischer Arten bis zu Projekten in anderen Teilen der Welt. Gleichzeitig geben wir zahlreichen Institutionen und Vereinen die Möglichkeit, ihre Arbeit vorzustellen und mit unseren Zoogästen ins Gespräch zu kommen“, erläutert Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt.

„Wie umfangreich sich der Zoo für bedrohte Arten und ihre Lebensräume einsetzt, ist vielen Menschen gar nicht bewusst. Der Artenschutztag bietet uns die Gelegenheit, diese Arbeit anschaulich zu vermitteln, Zusammenhänge aufzuzeigen und insbesondere auch Familien für den Schutz der biologischen Vielfalt zu begeistern“, ergänzt Artenschutzkuratorin Sandra Dollhäupl.

Von 10 bis 17 Uhr informieren die Institutionen und Vereine am letzten Sonntag der Schulsommerferien an ihren Stationen. Der Zoo selbst gibt Einblicke in die Themenfelder Biodiversität und Artenschutz sowie die Arbeit der Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe.

Erstmals dabei ist der Zoo Heidelberg, der regionale und internationale Artenschutzprojekte vorstellt. KiWi-Oberrhein informiert mit seinem GeoMobil über die Gewinnung und Verwendung von Rohstoffen sowie Recycling. Hinzu kommen vielfältige Anschauungsmaterialien zu Geologie, Biodiversität und Bautechnik.

Die Arbeitsgemeinschaft Fledermausschutz Baden-Württemberg informiert über heimische Fledermausarten und ihre Arbeit, mit der die Bestände im Land stabilisiert und gezielt verbessert werden sollen. Myanmar-Chances for Nature stellt sein Engagement für Arbeitselefanten und den Schutz freilebender Elefanten in Myanmar vor.

Neu vertreten sind zudem die Stadtgartenfreunde sowie die Regionalgruppe Karlsruhe von Borneo Orangutan Survival Deutschland. Auch Yaqu Pacha, die Gesellschaft zum Schutz wasserlebender Säugetierarten Lateinamerikas, sowie die Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) sind wieder vor Ort.

An einem eigenen Stand wird über die Luchs-Auswilderungen in Baden-Württemberg informiert. Das vom Land Baden-Württemberg initiierte Projekt zur Bestandsstützung der Luchse im Schwarzwald wird von der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt in Kooperation mit dem Landesjagdverband, dem WWF Deutschland, der Luchsinitiative und dem Zoo Karlsruhe umgesetzt. Die Projektpartner werden vor Ort sein.

Der Bundesverband für fachgerechten Natur-, Tier- und Artenschutz, das Naturkundemuseum Karlsruhe, der Verein Plumploris, der sich für den Schutz, die Erforschung und die Bekanntheit der bedrohten Primatengattung einsetzt, sowie das Red Panda Network mit seinem Engagement für Rote Pandas sind mit zahlreichen Informationen und Aktionen vertreten.

Als Institution, die sich für den Erhalt der Natur in der Region einsetzt, ist der Nationalpark Schwarzwald dabei. Unter den Teilnehmern sind zudem langjährige Förderer wie die Zoofreunde Karlsruhe.

Die Zoologische Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz, der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Sphenisco – Schutz des Humboldt-Pinguins, Greenpeace Karlsruhe, das Liegenschaftsamt und die Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur präsentieren ihr Engagement ebenfalls.

Themen rund um Jagd und Wildtiermanagement bringen der Deutsche Falkenorden und die Jägervereinigung Karlsruhe ein. Das Team Sauberes Karlsruhe ist ebenfalls wieder dabei. Das Gartenbauamt zeigt, wie naturnahe Pflanzungen vor der eigenen Haustür zum Erhalt der Biodiversität beitragen können.

Artenkenntnis und Artenschutz im Wald rund um Karlsruhe werden von der Waldpädagogik präsentiert. Das Umweltamt informiert über Projekte der Stadt Karlsruhe, das Regierungspräsidium ist mit dem Ökomobil vor Ort. Der Amphibienschutz in Untergrombach und Grötzingen stellt ebenfalls seine Arbeit vor.

Mit dabei sind außerdem die Karlsruher Hobby-Imker, das Naturschutzzentrum Rappenwört, der NABU Bundesverband, die Wildtieranlaufstelle Karlsruhe, das Forstamt der Stadt Karlsruhe, die Biberberater und das Hauptzollamt.

An zahlreichen Ständen werden speziell für Kinder Quiz-, Rätsel- und Mitmachaktionen angeboten. Die Wissensvermittlung für die gesamte Familie steht an diesem Tag im Mittelpunkt. Für den Artenschutztag fallen neben dem üblichen Zooeintritt keine zusätzlichen Kosten an.