Im Backstagebereich des Exotenhauses wächst derzeit ein junges Kugelgürteltier heran. Das Kleine ist aktuell 20 Tage alt und hat sein Geburtsgewicht von 102 Gramm mittlerweile mehr als verdreifacht. Der Größenunterschied zum ausgewachsenen Tier ist jedoch noch deutlich zu sehen. Tagsüber liegt der Nachwuchs meist mit seiner Mutter im Versteck und verlässt dieses erst in der Dämmerung. Bis es für Zoogäste zu sehen sein wird, dauert es jedoch noch einige Zeit.
Das Südliche Kugelgürteltier wird auf der IUCN Red List of Threatened Species als „potenziell gefährdet“ eingestuft, weil die Bestände wahrscheinlich erheblich zurückgegangen sind. Lebensraumverlust und Jagd auf die Tiere sind wohl die Hauptgründe dafür. Die Art wird zur Gewinnung von Fleisch und zur Herstellung handwerklicher Artikel wie Körbchen oder Resonanzkörper für kleine Saiteninstrumente gefangen.
Im Exotenhaus sind weitere Tiere auch tagsüber immer wieder zu beobachten, obwohl sie normalerweise hauptsächlich dämmerungs- und nachtaktiv sind. Bei Gefahr rollen sich Kugelgürteltiere zu einer Kugel zusammen, ihr Panzer ist dann selbst für größere Raubtiere kaum zu knacken.




