Schneeleoparden sind wahre Meister der Tarnung. Wer ihre weitläufige Anlage nur flüchtig betrachtet, übersieht sie leicht, selbst dann, wenn sie nur wenige Meter von den großen Einsichtscheiben entfernt liegen. Ihr hellgraues Fell mit den dunklen Rosetten passt sich den Felsen und dem steinigen Untergrund so gut an, dass die Tiere nahezu mit ihrer Umgebung verschmelzen.

Diese Tarnung hilft Schneeleoparden nicht nur im Winter. Auch in den felsigen Hochgebirgen Zentralasiens sind sie das ganze Jahr über hervorragend an ihren Lebensraum angepasst. Deshalb lohnt sich an unserer naturnah gestalteten Anlage immer ein zweiter Blick. Häufig liegen die Tiere gut sichtbar da, werden aber trotzdem erst auf den zweiten oder dritten Blick entdeckt.

Auch an warmen Sommertagen halten sich unsere Schneeleoparden oft gerne im Außenbereich auf. Sie können sich jederzeit in die kühleren Innengehege zurückziehen, entscheiden aber selbst, wann sie das möchten. Das überrascht viele Menschen, passt aber gut zu ihrem natürlichen Lebensraum. Dort können sich Felsen und Geröllflächen im Sommer ebenfalls stark aufheizen und hohe Temperaturen erreichen. Schneeleoparden sind an diese Bedingungen gut angepasst und wählen selbst, ob sie in der Sonne ruhen oder schattigere Bereiche aufsuchen.

Die Weltnaturschutzunion führt den Schneeleoparden auf der IUCN Red List of Threatened Species als „gefährdet“. Die Zoogemeinschaft engagiert sich im Rahmen der EAZA – the European Association of Zoos and Aquaria in einem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm. Gemeinsam wird so eine langfristig gesunde Reservepopulation aufgebaut und erhalten, die einen wichtigen Baustein für den Schutz der Art darstellt.