Platsch wirkt auf den ersten Blick, als würde er einfach nur entspannt im Wasser treiben. Tatsächlich steckt hinter diesem Verhalten eine ganze Reihe besonderer Anpassungen.

Flusspferde verbringen den größten Teil des Tages im Wasser und werden meist erst in der Dämmerung und nachts richtig aktiv. Dann verlassen sie ihre Gewässer und gehen auf Nahrungssuche. Das Wasser schützt sie tagsüber vor Überhitzung, denn ihre Haut ist empfindlich gegenüber starker Sonneneinstrahlung. Eine Besonderheit ist dabei ein rötliches Hautsekret, das wie ein natürlicher Sonnenschutz wirkt und die Haut zusätzlich vor Keimen schützt.

Auch beim Atmen sind Flusspferde perfekt an das Leben im Wasser angepasst. Ihre Nasenlöcher liegen weit oben am Kopf und können sich automatisch verschließen, sobald das Tier untertaucht. Selbst im Schlaf schaffen es Flusspferde, regelmäßig zum Luftholen an die Wasseroberfläche zu kommen, ohne dabei vollständig aufzuwachen.

Unter Wasser bewegen sich die schweren Tiere übrigens nicht schwimmend wie viele andere Säugetiere. Stattdessen stoßen sie sich meist vom Gewässergrund ab und gleiten oder „laufen“ förmlich durch das Wasser. Trotz ihres beeindruckenden Gewichts wirken sie dabei erstaunlich elegant.

Auf dem Foto ist Flusspferdbulle Platsch in seiner Außenanlage zu sehen. Seine Augen, Ohren und Nasenlöcher ragen aus dem Wasser heraus – genau die Körperteile also, die er benötigt, um seine Umgebung wahrzunehmen und zu atmen, während der Rest des Körpers angenehm gekühlt bleibt.