Vier Jungstörche in einem Nest. Das hat es auf dem Dach der Zooverwaltung noch nie gegeben. Damit ist die diesjährige Brut die bislang erfolgreichste, seit die Störche dort nisten.

Diese Woche wurden die vier Jungvögel von NABU-Storchenexperte Stefan Eisenbarth und Dr. Wolfgang Fiedler, Leiter der Vogelwarte Radolfzell, vermessen, gewogen, beringt und mit Sendern ausgestattet. Mithilfe eines Hubwagens des Gartenbauamts konnten die Tiere sicher aus dem Nest geholt werden.

Nach der Untersuchung und der Anbringung von Ring und Sender wurden alle vier Jungstörche wieder zurück in ihr Nest gesetzt. Dort werden sie derzeit noch von ihren Elterntieren versorgt. Auch Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt war der Aktion dabei.

Die Sender werden in den kommenden Monaten wertvolle Daten liefern. So kann später nachvollzogen werden, wie sich die Jungstörche nach dem Ausfliegen bewegen und welche Route sie auf ihrem ersten Zug in Richtung Süden wählen. Nun heißt es zunächst weiter wachsen. Bis die vier Jungstörche flügge werden, wird es noch etwas dauern.