Artenschutz lebt vom Austausch und von starken Netzwerken. Deshalb hat Zootierarzt und Kurator Dr. Lukas Reese heute Heiko Werning (Kommunikation & Strategie, links) und Björn Encke (Geschäftsführer, Bildmitte) von Citizen Conservation im Zoo Karlsruhe begrüßt. Im Mittelpunkt des Treffens standen bestehende Kooperationen, neue Projektideen und die Frage, wie bedrohte Tierarten künftig noch besser gemeinsam unterstützt werden können.

Citizen Conservation bringt zoologische Einrichtungen, wissenschaftliche Partner und engagierte Privathalter zusammen, um für bedrohte Arten zusätzliche Reservepopulationen aufzubauen. Ziel ist es, Arten zu erhalten, die oft nur noch in kleinen Beständen existieren und deren Zukunft ohne gezielte Schutzmaßnahmen unsicher wäre. Dabei werden insbesondere Arten berücksichtigt, die bislang nur selten in klassischen Erhaltungszuchtprogrammen vertreten sind.

Der Zoo Karlsruhe arbeitet bereits seit vielen Jahren mit Citizen Conservation zusammen. Zu den Arten, die bei uns im Rahmen dieser Kooperation gehalten und gezüchtet werden, gehören unter anderem der Vietnamesische Krokodilmolch und der Orangeaugen-Laubfrosch. Beide sind in ihren Heimatgebieten hochbedroht und profitieren von einem Netzwerk, das Fachwissen, Haltungserfahrung und Artenschutz miteinander verbindet.

Der regelmäßige Austausch mit Partnern wie Citizen Conservation ist ein wichtiger Baustein unserer Artenschutzarbeit. Denn viele Herausforderungen lassen sich nur gemeinsam bewältigen – durch Vernetzung, Wissenstransfer und langfristiges Engagement für bedrohte Tierarten.