Drei junge Habichtskäuze sind Ende April im Zoo Karlsruhe geschlüpft und wurden nun beringt. Die kleinen Metallringe dienen der eindeutigen Identifikation der Tiere und ermöglichen es, ihre Entwicklung auch nach einer möglichen Auswilderung wissenschaftlich zu verfolgen. So können unter anderem Alter, Herkunft und spätere Bewegungen einzelner Tiere nachvollzogen werden.
Der Habichtskauz galt in Deutschland über viele Jahrzehnte als ausgestorben. Durch Wiederansiedlungsprojekte konnten inzwischen wieder stabile Bestände aufgebaut werden.
Der Zoo Karlsruhe unterstützt diese Bemühungen seit Jahren mit Nachzuchten. Bereits mehrfach wurden Tiere an das „Wiederansiedlungsprojekt Habichtskauz Nordbayern“ abgegeben. Dort verbringen die Jungvögel zunächst einige Wochen in einer speziellen Auswilderungsvoliere, bevor sie in die Natur entlassen werden. Zusätzlich gibt es ein weiteres Auswilderungsprojekt in Österreich.
Ob die aktuellen Nachzuchten ebenfalls ausgewildert werden können, wird in den kommenden Wochen im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms der EAZA – the European Association of Zoos and Aquaria entschieden. Zoos engagieren sich nicht nur für bedrohte exotische Tierarten, sondern leisten auch einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der heimischen Fauna.




