Ein Elch aus dem Tierpark Oberwald, der Dependance des Zoos mitten im Wald, ist nach Rumänien umgezogen. Die junge Kuh Nora ist Teil eines internationalen Wiederansiedlungsprojekts im Naturpark Vânători-Neamț. Mit der Hilfe der Romanian Wilderness Society hat sie dort ein neues Zuhause gefunden.
Vor Ort beginnt nun eine wichtige Phase. Zunächst verbringen die Tiere rund 30 Tage in einem Quarantänegehege zur veterinärmedizinischen Beobachtung. Anschließend wechseln sie in ein etwa 180 Hektar großes Akklimatisierungsareal mit Wäldern, Offenland und Feuchtgebieten. Dort sollen sie sich an die Bedingungen in der Natur gewöhnen. Ziel ist es, die Grundlage für den Aufbau einer stabilen Population zu schaffen.
Das Projekt zeigt, welche Bedeutung die enge Zusammenarbeit innerhalb der Zoogemeinschaft hat. Einrichtungen in ganz Europa bringen Tiere, Wissen und Erfahrung ein, um solche Vorhaben möglich zu machen. Auch der Tierpark Neumünster e.V. beteiligt sich unter anderen mit einem Tier an der Gründergruppe.
Solche Programme folgen dem One Plan Approach (OPA) der Weltnaturschutzunion IUCN. Dabei werden Maßnahmen zum Schutz von Arten in menschlicher Obhut und im natürlichen Lebensraum miteinander verknüpft. Zoos, Naturschutzorganisationen, Wissenschaft und Behörden arbeiten Hand in Hand. Nur so lassen sich langfristig tragfähige Lösungen für bedrohte Arten entwickeln.




