Ein Zwergflamingoküken ist im hinteren Bereich der Anlage im Elefantenhaus geschlüpft. In den ersten Tagen bleibt das Jungtier im und rund um das Nest, das aus Erde und Schlamm gebaut wird und die Form eines Kegelstumpfs hat.

Versorgt wird der Nachwuchs von beiden Elterntieren. Sie geben eine nährstoffreiche Kropf-„Milch“ weiter, die in der Speiseröhre gebildet wird. Die Küken wachsen schnell und können nach etwa zehn Wochen selbstständig fressen. Das typische rosa Federkleid entwickelt sich jedoch erst mit rund drei Jahren.

Zwergflamingos sind Bewohner lebensfeindlicher Salz- und Sodaseen. Die hauptsächlichen Brutgebiete liegen an den Seen des ostafrikanischen Rifttals, vor allem in Tansania und teilweise in Kenia. Kleinere Brutpopulationen gibt es im westlichen und südlichen Afrika. Laut Weltnaturschutzunion IUCN gilt die Art infolge der Zerstörung ihrer Lebensräume als potenziell gefährdet.

Die Zucht von Zwergflamingos in menschlicher Obhut gelingt nur selten. Umso bedeutender ist der aktuelle Schlupf. Im vergangenen Jahr gab es europaweit nur in zwei Zoos Nachwuchs dieser Art.