Die Zunge der Netzgiraffe ist ein echtes Spezialwerkzeug: bis zu 45 Zentimeter lang, muskulös, dunkel gefärbt und erstaunlich beweglich. Mit ihr greifen die Tiere gezielt Blätter zwischen Dornen hervor, ohne sich zu verletzen. Die dunkle Farbe schützt die Zunge dabei vermutlich vor Sonnenbrand.
Netzgiraffen sind perfekt an das Leben in trockenen Savannen angepasst. Doch genau dort geraten ihre Lebensräume zunehmend unter Druck. Landwirtschaftliche Nutzung, Zerschneidung von Habitaten und Wilderei haben dazu geführt, dass die Bestände in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zurückgegangen sind. Die Weltnaturschutzunion führt die Netzgiraffe auf der IUCN Red List of Threatened Species daher als „stark gefährdet“. Zoologische Einrichtungen tragen durch koordinierte Zuchtprogramme dazu bei, eine stabile Reservepopulation zu sichern und auf die Situation der Tiere in der Natur aufmerksam zu machen.




